Blutungsneigung bei zahnärztlichen Eingriffen - ein
aktuelles und relevantes Thema
Ein Gastbeitrag von Priv. Doz. Dr. med. habil. Christoph Sucker
Vor zahnärztlichen wie auch operativen Eingriffen werden häufig Basistests der Blutgerinnung durchgeführt, um blutungsgefährdete Patienten zu identifizieren. Diese Diagnostik besteht typischerweise aus einer Bestimmung von Quickwert, aPTT sowie Thrombozytenzahl im Blutbild. Leider ist diese Diagnostik nicht sehr aussagekräftig und erfasst gerade die häufigsten Gerinnungsstörungen, von-Willebrand-Syndrom und Störungen der Plättchenfunktion nicht. Durch die o.g. Testverfahren werden schätzungsweise bis zu 90% aller Gerinnungsstörungen übersehen, so dass normale Befunde nicht gleichbedeutend mit einem geringen oder gar fehlendem Blutungsrisiko sind.
Um häufige Gerinnungsstörungen nachzuweisen, ist eine exakte Anamnese erforderlich und ggf. eine detailliertere Gerinnungsdiagnostik. Diese Leistungen können von einem Gerinnungszentrum erbracht werden. Die Spezialisierung auf das Gebiet der Hämostaseologie, der Lehre von den Gerinnungsstörungen, ermöglicht es, Ihr individuelles Blutungsrisiko genau einzuschätzen und detaillierte Empfehlungen zur Prävention von Blutungen abzugeben.
Hinweise auf ein gesteigertes Blutungsrisiko können sein:
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Probleme bei früheren zahnärztlichen oder kieferorthopädischen Eingriffen, insbesondere auch Blutungsprobleme bei Zahnextraktionen
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Blutungsereignisse bei früheren operativen Eingriffen
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spontane Blutungszeichen wie häufiges Nasenbluten, starke und verlängerte Regelblutung sowie ungewöhnliche Neigung zu blauen Flecken (Hämatomen)
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Vorliegen einer Leber-und/oder Nierenerkrankung
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vermehrte Blutungsneigung in der Familie
Wichtig ist ferner, dass zahlreiche Medikamente eine vermehrte Blutungsneigung bewirken können. Bei einer blutverdünnenden Therapie (Thrombozytenfunktionshemmung, Antikoagulation) kann sich die Frage ergeben, ob diese im Rahmen eines zahnärztlichen Eingriffs aufgrund des Blutungsrisikos ausgesetzt werden muss oder aufgrund des Thrombose- bzw. Embolierisikos ohne Gerinnungshemmung im Rahmen eines Eingriffs weiter fortzuführen ist. Dies erfordert eine strenge Nutzen-Risiko-Abwägung.
In dieser Angelegenheit arbeiten wir mit dem LaboMed Gerinnungszentrum Berlin zusammen:
Korrespondenzadresse:
| Priv.-Doz. Dr. Christoph Sucker |
| LaboMed Gerinnungszentrum Berlin |
| Tauentzienstraße 7b/c |
| 10789 Berlin |
| Telefon: 030-2128088-0 |
| Telefax: 030-2128088-11 |
E-Mail: berlin@labomed.de Web: www.labomed.de
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Eine oft gestellte Frage:
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Hier kann nicht generell mit "Ja" bzw. "Nein" geantwortet werden, es kommt auch auf die individuellen Vorstellungen an.
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Zugegeben, viele offene Fragen - Auf Wunsch beraten wir Sie gern individuell in einem vertraulichen Gespräch im geschlossenen Behandlungszimmer.
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Umsetzung von Forschungsergebnissen
Unsere kontinuierliche Weiterbildung sichert den richtigen Einsatz neuer Technologien
bei Zahnersatz und Implantologie:



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Weblinks für Patienten
Zahntechnik
Patientenberatung
- DentoMania (www.dentomania.de)
- Initiative ProDente (www.prodente.de)
- Gesunde Zähne (www.gesundezaehne24.de)
- Forum Zahngesundheit (www.forum-zahngesundheit.de)
- Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (www.dgzmk.de)
- Zahnspangen (www.zahnspangen.cc)
- Zahn im Netz Linksammlung (www.zahn-im-netz.de/Links/links.html)
Zahnpflege
- blend-a-med (www.blend-a-med.de)
- Oral-B (www.oralb.com/de)
- Colgate-Palmolive (www.colgate.de)
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